Besser kommunizieren: Die VW-Regel

Vom Vorwurf zum Wunsch

Ein Vorwurf ist schnell ausgesprochen – und führt oft genau zum Gegenteil von dem, was wir eigentlich erreichen möchten.

Vorwürfe führen in Gesprächen schnell zu Rechtfertigung, Verteidigung oder Gegenangriff. Besonders Sätze wie

„Nie machst du …“
„Immer musst du …“
„Wieso kannst du nicht …?“

erschweren häufig ein konstruktives Gespräch.

DIE VW-REGEL

Die VW-Regel bietet eine einfache Alternative:

V = Vorwurf | W = Wunsch

Die Idee dahinter: Formulieren Sie einen Vorwurf in einen konkreten Wunsch um.

EIN BEISPIEL

Vorwurf:
„Nie hilfst du mir im Haushalt!“

Wunsch:
„Ich wünsche mir, dass du am Dienstag die leeren Flaschen und das Altpapier zum Werkhof bringst.“

Der Unterschied ist entscheidend: Ein Vorwurf kritisiert, was bereits passiert ist. Ein Wunsch macht konkret, was sich stattdessen verändern soll.

Die VW-Regel funktioniert nicht nur in Partnerschaften und Familien. Auch im beruflichen Alltag kann sie helfen, Anliegen klarer anzusprechen und unnötige Konflikte zu vermeiden.

Manchmal verändert schon eine kleine Änderung in der Formulierung den Verlauf eines Gesprächs.

Mein Impuls

Ihr Gegenüber kann nicht wissen, was Sie brauchen, wenn Sie nur sagen, was Sie stört.

Weiterkommen.